AbgelaufenHundekongress 11. & 12.2.2017

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Nächster Termin

  • Hundekongress 2017
    Samstag, 11. Februar 2017 - Sonntag, 12. Februar 2017
    9:30 - 17:30
    - Der 5. Hundekongress von event4dogs e.V.

DIE Veranstaltung rund um den Hund – für Hundebesitzer, -freunde und -trainer:

Der 11. und 12. Februar 2017 stehen ganz im Zeichen des 5. Hundekongresses, vollgepackt mit neuen Erkenntnissen und spannenden Inhalten.

Die Wissenschaftsjournalistin Elli Radinger räumt mit Aberglauben rund um den Wolf auf, berichtet über ihr Zusammenleben mit diesen edlen Geschöpfen und trennt Mythos von Fakten.

Mit den Vorträgen über Persönlichkeit und Kognition erläutert der Verhaltensbiologe Dr. Immanuel Birmelin, wie die Kommunikation zwischen Tier und Mensch auf Augenhöhe aussehen kann. Mit etlichen Filmen und Experimenten lernen wir die Welt der Tiere besser zu verstehen. Nicht nur der Hund sollte lernen den Menschen zu verstehen, sondern wir viel mehr den Hund.

Die Schweizerin Nicole Fröhlich führt uns in ihre Canine Bowen Technique ein, eine safte Therapieform für Hunde, die die Selbstheilungskräfte anregen soll. Außerdem schafft die Hundetrainerin Nicole Fröhlich endlich Abhilfe für den Leinenfrust. Die Leine soll nicht als Kontrollmechanismus gesehen werden sondern als Bindungsglied zwischen Mensch und Hund.

Mit dem Vortrag „Die schnelle Pille bei Angst“ erklärt die Hundetrainerin Bettina Specht, wie Psychopharmaka bei Angststörungen des Hundes wirken und wie sinnvoll diese meist zu schnell verschriebenen Medikamente wirklich sind.

Karina Heuzeroth versucht uns in ihrem Vortrag die Wirkung der Tellington-Ttouch Methode auf Körper und Seele des Hundes näher zu bringen.

Die deutsche Hundetrainerin Wibke Hagemann widmet sich beim Hundekongress jenen Hunden, deren Start im Leben ein wenig guter war. Wie können wir als Mensch Hunde mit Defiziten das Leben erleichtern? Was brauchen wir für Kompetenzen um unsere Hunde sicher im hektischen Alltag zu leiten? All diese Fragen und noch mehr werden beim 5. Hundekongress durch Top Referenten beantwortet. Wie jedes Jahr versuchen wir auch dieses Mal viele verschiedene Themen an einem Wochenende zu vereinen. Mehr Wissen wird uns wieder ein Stück näher zu unseren Hunden bringen.

Vorträge 2017

Elli H. Radinger
Der Wolf - Mythos oder Fakten
Foto Copyright: tanja.askani@fishing4

Foto Copyright: tanja.askani@fishing4

Vita:
Elli Radinger ist Wissenschaftsjournalistin, Wolfsexpertin, unabhängige Naturforscherin und Autorin zahlreicher Fachbücher und Romane über Wölfe und Hunde.
Seit über 26 Jahren verbringt die Autorin mehrere Monate im Jahr im amerikanischen Yellowstone-Nationalpark, um wilde Wölfe zu erforschen und im Wolfsprojekt mitzuarbeiten.

Kurzbeschreibung:
Die Wölfe kommen zurück. Es ist an der Zeit, mehr über die großen Beutegreifer zu lernen. Noch immer beherrschen Mythen die Diskussion um den Wolf. Was wissen wir nach dem neuesten Stand der Forschung über Wölfe?
Seit 1991 ist Radinger Herausgeberin des Wolf Magazins, der einzigen deutschsprachige Fachzeitschrift über Wölfe und andere wilde Kaniden. Einen Großteil des Jahres hält sich die unabhängige Wolfsexpertin und Naturforscherin im amerikanischen Yellowstone-Nationalpark in Wyoming auf, wo sie seit der Wiederansiedlung 1995 die Wölfe beobachtet. Im Vortrag erklärt sie anschaulich wie ein Wolfsrudel tickt. Wie das Sozialverhalten (Warum sich wilde Wölfe anders verhalten als Gehegewölfe) ist und was es mit dem Mythos Alpha und Dominanz auf sich hat. Wie Wölfe jagen, was sie tatsächlich essen, wie gefährlich und wie ihr Herdenschutz ist, referiert Frau Radinger und zeigt auf wie wir als Menschen mit Wölfen leben lernen können. 

Dr. Immanuel Birmelin
Persönlichkeiten & Kognition
1) In die Welt des Hundes eintauchen
2) Kurzfilme (Experimente)

birmelin1Vita:
Dr. Immanuel Birmelin, geb. 1943, studierte Biologie und Chemie und promovierte an der Universität in Bern. Er ist Verhaltensforscher von internationalem Rang und war jahrelang Mitglied der Fachgruppe für Verhaltensforschung der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft. Immanuel Birmelin hat ein ethologisches Konzept mitentwickelt, das dazu dient, Tierschutzfragen wissenschaftlich zu erfassen und ist auch als Sachverständiger für artgerechte Tierhaltung tätig.
Zusammen mit seinem Freund Volker Arzt drehte er erfolgreiche Filme wie „Wenn Tiere reden könnten“, „Wer ist klüger, Hund oder Katze?“, „Kluge Pflanzen“ und „Manege frei“.

Kurzbeschreibung:

Teil 1:  In die Welt des Hundes eintauchen
Wir verstehen unser Gegenüber besser oder überhaupt nur, ob Mensch oder Tier, wenn wir annähernd verstehen, was in seinem Kopf vor sich geht. Wie viel Partnerschaftsstreit und Missverständnisse könnten vermieden werden, wenn wir die Gefühle und Gedanken des anderen richtig deuten würden. Die Erfahrung hat jeder von uns gemacht, ob es uns gefällt oder nicht. Nicht anders ist es in der Beziehung Mensch–Tier. Wenn wir Menschen aber verneinen, dass ein Großteil der Tiere denken, fühlen und ein Bewusstsein haben, berücksichtigen wir ihre Tierpersönlichkeit unvollständig. Das Bild des Gegenübers ist dann ein Fragment. Ein Dialog findet nicht statt. Unweigerlich stellen sich Haltungsfehler mit großen Konsequenzen ein. Viele Tiere langweilen sich und sind unterfordert. Dieser Mangel an Beschäftigung kann zu Verhaltensstörungen führen. Haustiere brauchen auch geistiges Futter. Vielleicht ist Missachtung der geistigen Fähigkeiten der Tiere und der Mangel an Empathie die Wurzel der unzähligen Grausamkeiten unseren Mitgeschöpfen gegenüber. Wir alle kennen die Gewalt gegen Tiere, verschließen aber die Augen vor ihr. Es wird Zeit, dass wir uns auf den Weg machen, das Tier in seiner Gesamtheit zu verstehen. Der akademische Streit, ob Tiere denken können und ob sie ein Bewusstsein haben, wird weitergehen. Mehr oder weniger logische Argumente werden mit Gegenargumenten pariert. Das ist gut, denn so erfahren wir mehr über unsere tierischen Verwandten.

Teil 2:  In die Welt des Hundes eintauchen
Kurzfilme (Experimente) 

Nicole Fröhlich
1) Canine Bowen Technique – eine Sanfte Therapieform für unsere Hunde
2) Leinenlust statt Leinenfrust

nicole_fröhlichVita:
Nicole Fröhlich war lange Jahre kaufmännische Leiterin eines bekannten Forschungsinstitutes. 1995 wagte sie den Sprung in die Selbständigkeit. Zunächst im Ernährungsbereich für Menschen. 1998 startete sie ihre Hundeschule unter dem Namen „footstep“. Das Motto lautet: „gemeinsam unterwegs und happy dogs and people“. Seit 2000 organisiert sie Workshops und Ausbildungen mit hochkarätigen Referentinnen und Referenten. Kurzbiografie: HIK 1 und HIK 2 Certodog, Certodog Verhaltensbeurteilung, Open College Network. Full Member of PDTE (Pet Dog Trainers of Europe), Assistant in den Ausbildungen von Turid Rugaas und Sheila Harper, CBT Practitioner und seit 2014 Referentin für CBT. Mitglied von EGCBT (European Guild of Canine Bowen Therapists).
Nicole Fröhlich ist Referentin bei verschiedenen Anlässen. Sie hat die Bücher «Welpi» und «Mein Hund – Wie kann ich die Anforderungen der heutigen Gesellschaft mit seinen Bedürfnissen vereinen» geschrieben. Gemeinsam mit Renate Wicki leitet sie viele der Kurse im Bereich Alltagscoaching, die Ferienwochen, die Ausbildungen zum Hundeführer und Welpenleiter und die Zusatzausbildung Sachkundenachweis. Zudem hat sie vor einigen Jahren den eigenen Hundeführer-Ausweis erarbeitet, eine Art „Führerschein“ für Hundehaltende.
Ihr Hauptanliegen gilt der Prävention und dem Fördern des Verstehens von Hund und Mensch, mit dem Ziel: „Mehr Lebensqualität für alle!“

Kurzbeschreibung:
Teil 1: „Canine Bowen Technique“ – eine Sanfte Therapieform für unsere Hunde

Canine Bowen Technique (CBT) ist eine sanfte, nicht-invasive und äusserst wirksame manuelle Therapieform für Hunde. Dabei werden an bestimmten Stellen sanfte, rollende Bewegungen über dem weichen Gewebe ausgeführt (Muskeln, Bänder, Sehnen, Bindegewebe und Haut). Die Arbeit ist sehr sanft und es wird nie fester oder langanhaltender Druck ausgeübt. Ein Grundsatz, dass die Behandlung einem Hund nie aufgezwungen wird. Ein weiterer Grundsatz ist die ganzheitliche Betrachtungsweise: Es geht darum, das Wesen, das vor einem ist als Ganzes zu sehen, ohne den Fokus auf ein bestimmtes Krankheitsbild zu legen. Das bedeutet, dass wir uns nicht auf eine vom Tierarzt diagnostizierte Krankheit fokussieren mit dem Ziel, die eigenen Kräfte des Hundes zu stärken um selber mit dem Problem umgehen zu können.
CBT zielt darauf hin, die Selbstheilungskräfte anzuregen und zu unterstützen

Teil 2: Leinenlust statt Leinenfrust

Die Leine ist heute ein wesentliches Hilfsmittel, wenn es darum geht, mit den Hunden unterwegs zu sein. Viele Zwei- und Vierbeiner sind frustriert. Mensch, weil der Hund ständig in der Leine hängt und das Gezerre an die Nerven geht. Hund, weil er sich gehindert fühlt in dem, was er tun möchte. Muss das sein? Das Zusammenspiel an der Leine ist wie das Spielen eines Instruments. Je feiner man wird, umso schöner klingt die Leinen-Melodie. Ziel des Vortrags ist es, dass die Leine den Schreck des Kontrollmechanismus mehr und mehr verliert und stattdessen zu einer Herz-zu-Herz-Verbindung wird. Sie und Ihr Hund werden dieses neu gewonnene Verständnis für die Leine geniessen.

Bettina Specht
Die schnelle Pille bei Angst

bettina_spechtVita:
Bettina Specht arbeitete nach erfolgreichem Wirtschaftsstudium jahrelang als Unternehmens- und Gründungsberaterin. Ein Angsthund aus Italien war Motivation für den Quereinstieg in die Hundeszene. Sie absolvierte erfolgreich die animal learn Trainerausbildung und leitet seitdem gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten eine Hundeschule und -pension in Tirol. Weitere Ausbildungen folgten z. B. zur Hundeernährungsberaterin und zur „Tierschutzqualifzierten Trainerin“. Dem ersten Angsthund folgten weitere und Angsthunde wurden zu einem Arbeitsschwerpunkt.
Im Dezember 2015 erschien ihr Buch „Angsthunde“ als Ergebnis des jahrelangen Zusammenlebens mit Angsthunden. Seit 2015 widmet sie sich einem weiteren Projekt – den übergewichtigen Hunden. Regelmäßige kynologische Fortbildungen, aktive Tierschutzarbeit und das Zusammenleben mit ihren eigenen acht Hunden aus dem Tierschutz runden ihr Hundeleben ab.

Kurzbeschreibung:
In diesem Vortrag geht es um den Trend, dass bei der Therapie von Angststörungen mittlerweile gerne zu Psychopharmaka gegriffen wird. Tierärzte verschreiben diese immer schneller und zwar ohne begleitendes Training. Noch gefährlicher wird es dann, wenn die nicht verbrauchten Pillen unter Freunden und Bekannten unreflektiert weiter gegeben werden.
Im Vortrag werden folgende Fragen beleuchtet:

  • Angst und Neurotransmitter – was passiert bei Angst im Kopf des Hundes
  • Wie wirken Psychopharmaka im Gehirn?
  • Wie wirken die Nahrungsergänzungsmittel wir Zylkene, Relaxan u.ä. im Gehirn?
  • Nebenwirkungen der Psychopharmaka
  • Wann sind Psychopharmaka sinnvoll und wie sollten sie dann eingesetzt werden?
Karina Heuzeroth
Die Wirkung der Tellingtonttouch-Methode auf Körper und Seele des Hundes
karina_herzeroth

Copyright: Erlebniszentrum für Mensch & Hund

Vita:
Seit 1998 Tellingtonttouch-Lehrerin  für Pferde, seit 2008 ebenso für Hunde und andere Haustiere, für beide Sparten Kursleiterin. Seit 2001 Tierkommunikatorin und Kursleiterin, ab 2006 Ausbilderin.

Kurzbeschreibung:
Die Tellingtonttouch-Methode ist eine sehr gute Ergänzung zu einem partnerschaftlichen Hundetraining, zur Physiotherapie, zur Stressbewältigung, Angstabbau und Einiges mehr. Mittels der sanften und sehr achtsamen Bodenarbeit verdient man sich die Aufmerksamkeit der Tiere und durch die Tellingtonttouches werden physische und psychische Blockaden und Verspannungen gelöst. Jeder einzelne TTouch stärkt die Bindung, jede Minute konzentrierter langsamer Bodenarbeit schenkt uns und den Tieren gegenseitige Wahrnehmung.

Wibke Hagemann
Leben will gelernt sein - Defizite ausgleichen
Foto: Sabine Kukies

Foto: Sabine Kukies

Vita:
Wibke Hagemann leitet die Hundeschule Canipedia in Emsdetten. Sie ist Referentin, Fachbuchautorin und TOP-Trainerin der Tierakademie Scheuerhof. 2014 absolvierte sie ein Fernstudium über die „Grundlagen der Psychologie“. In Seminaren bei Bob Bailey, Parvene Farhoody, Ken Ramirez und den Hühnermodulen von Viviane Theby hat sie ihr Wissen und ihr Trainingshandwerk verfeinert. Sie ist Co-Trainerin bei der Trainerfortbildung „Trainingsspezialist“ für Hundetrainer unter der Leitung von Katja Frey und ist Referentin bei der „Hundetrainerausbildung der Tierakademie Scheuerhof“.
Einer ihrer zentralen Wünsche für das „Tiertraining der Zukunft“ ist, dass es für Mensch und Tier zum gemeinsamen positiven Erfolgserlebnis wird. Um diese Philosophie zu verbreiten, teilt sie ihre Begeisterung und ihr Wissen in Seminaren und berät Tierhalter und Tiertrainer aus unterschiedlichsten Bereichen.

Kurzbeschreibung:
Jeder kennt sie: Hunde, die „ohne Grund“ im Alltag Angst haben, ständig gehemmt wirken oder nur schwer zu lernen scheinen. In diesem Vortrag geht es um diese Hunde – Deprivationshunde. Oftmals hatten sie nicht den besten Start ins Leben – beispielsweise Welpen von unseriösen Züchtern oder Tierschutzhunde, die einen traumatischen Lebensabschnitt durchlebt haben. Es geht aber auch um Hunde, denen wichtige Erfahrungen im Laufe ihrer Entwicklung vorenthalten wurden. Das Ergebnis dieser mangelnden Erfahrungen oder schlechter Sozialisation sind meist Ängste, Unsicherheit oder andere Verhaltensauffälligkeiten. In diesem Vortrag erklärt Wibke Hagemann welche Auswirkung Deprivation hat, sie erklärt die Ursachen und Symptome und spricht über typische Probleme von Deprivationshunden.
Themen:

  • Was ist Deprivation?
  • Ursachen und Symptome
  • Das Gehirn – die große Schaltzentrale
  • Die vielen Gesichter der Deprivationsschäden
  • Körper und Psyche
  • Angst – das häufigste Symptom 

» Der Flyer zum Download:

» Übernachtungsmöglichkeiten:

» Ausbildungsanerkennung:
Der Hundekongresses wird vom Messerlie Institut sowie beim ÖKV als Fortbildung anerkannt.

» Verpflegung:
Für ihr leibliches Wohl wird ein reichhaltiges Büfett, Getränke, sowie Kaffee und Kuchen zur Verfügung stehen.

» Mitnahme von Hunden:
Aus Rücksichtnahme auf einen ungestörten Seminarablauf ist es leider nicht möglich ihren Liebling mitzubringen.
Wir bitten diesbezüglich um Verständnis

» Stornobedingungen:
Bei Stornierung von weniger als 1 Monat vor Veranstaltungsbeginn werden 20% Stornogebühr einbehalten.
Der Seminarplatz ist jedoch kostenfrei übertragbar.