7. event4dogs Hundekongress

Bereits zum 7. mal in Folge findet am 9. & 10.02.2019 der jährliche Hundekongress in Biedermannsdorf statt – auch diesmal werden spannende Vorträge der modernen Hundeverhaltensforschung geboten. Und soviel sei verraten: wir werden uns an diesem Wochenende höchst aktuellen Themen widmen.

Brisanter denn je präsentiert Jurist Rudolf Gürtler rechtliche Entscheidungen der Gerichte zur Hundehaltung. Damit regt er zum Nachdenken an, wer denn tatsächlich Verursacher von Auseinandersetzungen ist und lenkt die Aufmerksamkeit auf den Halter. Außerdem wird Gürtler aus der Sicht des Sachverständigen für Jagdwesen die Auswirkungen der Rückkehr des Wolfs in die Kulturlandschaft näher durchleuchten.

Nicht weniger gegenwärtig erscheint das Thema von Ulli Reichmann. Sie spricht vom mittlerweile mindestens genauso vollen hündischen Terminkalender und stellt dabei in Frage, inwiefern dieser Auslastungswahn unsere Hunde tatsächlich glücklich macht und wie ein hundegerechter Spaziergang ihrer Expertise nach aussieht.

Neben dem richtigen Maß an Beschäftigung ist man als Hundehalter auch in anderen Belangen gefragt, Entscheidungen zum Wohle des Hundes zu treffen. Das kann durch das bewußte und überlegte Setzen von Grenzen, sowie Aufstellen von Regeln realisiert werden. Wie man das richtig macht, ohne dabei gleich in Frust oder Ärger zu verfallen, erläutert Sonja Meiburg.

Weiters dürfen wir gespannt sein auf Stephan Gronostay, der gleich zwei interessante Themen behandelt. Zum Einen geht Gronostay der Frage nach dem „schwerzerziehbaren Hund“ auf den Grund, ob manche Hunde wirklich schlechter trainierbar sind als andere? Wenn dem tatsächlich so ist: Welche Verhaltenstherapie und welches Training ist bei Aggressionsproblemen mit ungünstiger Prognose dann überhaupt (noch) sinnvoll? Anhand von Fallbeispielen werden unter anderem individuelle Lösungsmöglichkeiten gefunden, sowie Hilfestellungen zum Umgang mit Situationen geboten, in denen das Zusammenleben von Mensch und Hund durch eine Aggressionsproblematik stark gefährdet ist.

In die spannende Arbeitswelt der Zollhunde dürfen wir dank Rudolf Drumel, dem Bundesleiter für das Diensthundewesen, tauchen und noch dazu einer praktischen Vorführung beiwohnen. Dabei werden Geruchsträger vorgestellt, die im Zuge der Ausbildung und somit Konditionierung der Zollhunde verwendet werden.

Mit dem treffenden Titel „Abenteuer Azawakh“ entführt schließlich noch Elisabeth Naumann auf eine eindrucksvolle Reise zum Ursprung dieser uralten Windhundrasse. Mittels gnadenloser Selektion wurde mit dem Azawakh ein Hund geschaffen, der sich durch äußerste physische Härte, Robustheit und Genügsamkeit auszeichnet. Damit liefert Naumann einen Vortrag, der über das klassische Rasseportrait – wie man es kennt und sich vorstellt – hinausgeht.

Betont fachlich abgerundet wird der Kongress mit Nicole Pfaller-Sadovsky, die mit ihrem Vortrag unterschiedliche Strategien zur Wissensvermittlung und deren Effizienz im zwischenmenschlichen Lehrprozess erläutert. Beispiele aus Forschung und Praxis sind nicht nur für Hundetrainer und Verhaltensberater interessant, auch Halter profitieren davon. Denn schließlich ist jeder Halter seines Hundes Trainer.

Infos und Anmeldung